Einmal Hölle und zurück!

Lange hat unser Auftrag in Bahrain auf sich warten lassen. So lange bis auf der arabischen Halbinsel fast unerträgliche Temperaturen herrschten. Tagsüber Spitzenwerte von 44°C (im Schatten!), um Mitternacht noch 38°C! Da macht das Arbeiten in unklimatisierten Räumen so richtig Spass…

Aber es ging auch schon gut los. Unser Flug hatte eine Zwischenlandung in Doha. Dort verpassten wir den Weiterflug weil die Maschine etwas zu spät war und die Schlange bei der Kontrolle nicht enden wollte. Ein paar Minuten nach der Boardingzeit am Gate- normal kein Problem. Aber die Mitarbeiter machten den Laden gerade dicht. Leider eine kleine Maschine, nicht voll besetzt, da war das Boarding wohl schnell erledigt… Zum Glück war die Fluglinie aber sehr flexibel und buchte uns sofort auf die nächste Maschine um, die ca. 2h später abhebt. Ich denke das ist dort ein normales Problem angesichts der langen Schlange am Umbuchungsschalter. Und 50 min. Umsteigezeit ist wohl etwas knapp, wenn an einem großen Flughafen richtig was los ist.

Also telefonisch das Hotel informiert, der Fahrer wurde dann eben etwas später los geschickt um uns vom Flughafen zu holen. Dann noch 2 Cappuccinos für umgerechnet 12 Euronen, ganz schön happig.

Die Abfertigung am Zielflughafen gestaltete sich (auch mit Werkzeug im Gepäck)  zum Glück unproblematisch, der Auftraggeber hatte bei der Beschaffung der Visas gute Vorarbeit geleistet.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir unser Hotel. Brandneu und sehr schön, auch hier hat unser Auftraggeber nicht gespart. Und zum Glück gut klimatisiert, fast 40°C um 22:00 sind schon eine Hausnummer! Die Insel hat durchweg felsigen Boden, tagsüber wird so viel Hitze gespeichert daß es nachts kaum abkühlen kann.

Am nächsten Morgen ging es dann los, 6 Geldautomaten mit verlorenen Codezahlen standen zur Öffnung an. Leider 5 davon in einer nicht klimatisierten Garage. Die Angestellten brachten uns 3 große Standventilatoren, Arbeiten wie im heissen Sturm! Etliche verlorene Liter Schweiss später waren die 5 dann auf.

Am nächsten Tag nochmal in die Schwitzkiste, die Behälter mussten noch repariert werden. Die Ventilatoren haben die netten Leute gleich stehen lassen über Nacht ;o)

Sturm in der Garage

Arbeitsplatz mit Belüftung, 5 der 6 ATM waren hier zu öffnen.

Nummer 6 stand dann glücklicherweise in einem klimatisierten Raum, eher ein großer Kühlschrank. Schätzungsweise an die 30° Temperaturunterschied zur Umgebung… aber besser als austrocknen. Auch dieser stellte sich als unproblematisch heraus und war schnell erledigt.

Alle ATM offen, zufriedene Kunden, alles erledigt.Auch die Schäden an 2 Tresoren von den Öffnungsversuchen eines Technikers vor Ort konnten wir noch reparieren.

Die Restzeit vor Ort dann hauptsächlich im Hotel verbracht, bei diesen Temperaturen geht man nicht viel freiwillig spazieren. Schade eigentlich. Bahrain ist fast wie Dubai, nur teurer und ohne Touristen. Von den angeblichen Unruhen, von denen man auf der Webseite des auswärtigen Amtes lesen kann war nichts zu spüren. Auf Nachfrage bei mehreren Leuten gab es vor ca. 2 Jahren mal ganz kurz ein paar Demos. Vielleicht sollte man diese Reisewarnungen öfter mal aktualisieren? Wir trafen nur nette Leute und hatten zu keiner Zeit ein schlechtes Gefühl.

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