Geschlachtet und ausgeweidet…

Ab und an erfährt man zufällig wie andere arbeiten. Eigentlich „Ohne Worte“.

Problem war das Elektronikschloss. Vermutlich ein harmloser Tastaturdefekt, den man von aussen leicht in 30 min. hätte beheben können. Ist bei dem Modell meistens so.

Und selbst wenn nicht, wäre das für einen winzigen Bruchteil der Kosten zu lösen gewesen, Tresor wäre auch nicht Schrott und müsste entsorgt/ neu angeschafft werden. Diese Folge-Kosten sind da ja noch gar nicht mit enthalten!!! Und den Dreck und Gestank von stundenlangem Schneiden muss auch erst wieder beseitigt werden.

Aber man kennt die Abzocke ja aus dem Schlüsseldienstbereich zu Genüge. Die kleinen seriösen Firmen von nebenan werden dort von überregionalen Zentralen, die kräftig abzocken, mit massiver Werbung verdrängt. Zum Glück ist das im Tresorbereich noch nicht so schlimm, aber kommt auch nicht zum ersten Mal vor.

Über 3000.-… und die Folgekosten für Entsorgung, Neukauf, Transport… da hätte der Kunde besser mal jemand angerufen der sich mit sowas auskennt.

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Röntgen von Schlössern, Schutz mit Bleiplatten etc.

Eine kuriose Sache, für die ich nun weitere Hinweise gefunden habe, möchte ich den Lesern hier nicht vorenthalten. Zum Glück ist das alles lange her.

Techniker haben vermutlich schon einmal bei Schlössern gesehen dass diese manchmal einen Schutz gegen Röntgenangriffe haben. Das trifft speziell für hochwertigere, ältere mechanische Zahlenkombinationschlösser zu. Oft amerikanischer Bauart. Die Scheiben sind aus „Delrin“ (Kunststoff), laut Beschreibung damit man sie auf Röntgenbildern nicht sehen kann. Auch ist bei Behördentresoren oft eine dicke Bleiplatte vor dem Schloss montiert.

Wir haben uns immer gewundert dass man eine solche Art von Schutz vorsieht. Bei einem Behälter (so unsere Vermutung), der aus Stahl besteht, bräuchte man sehr starke Röntgengeräte um überhaupt etwas zu sehen. Ob diese dann noch einfach transportabel sind? Ok, wir sind keine Experten für Röntgentechnik…

Mehr als ein dubioses Foto eines transportablen Röntgengerätes, angeblich aus Geheimdienstkreisen, habe ich zu diesem Thema „Tresoröffnung“ auch nie gesehen.

Jetzt ist lustigerweise in einem Buch das ich gelesen habe eine kleine Passage aufgetaucht, die genau diese Vorgehensweise beschreibt! Das englische Buch heisst „Spycraft“, von Robert Wallace. Scheinbar ist der Autor auch gut informiert, manche Vorgehensweisen beschreibt er sehr detailliert. Immerhin hat das Buch fast 600 Seiten. Zu diesem Randthema allerdings nur ein paar Sätze.

Er beschreibt in der Passage die Situation amerikanischer Botschaften/ Konsulate im Russland der 60er und 70er Jahre. Grob gesagt soll damals der KGB überall präsent gewesen sein. Was ja sicherlich auch seine Aufgabe war im kalten Krieg.

Zur Röntgenthematik (von mir frei übersetzt): Der KGB erweiterte seine Möglichkeiten Safes zu öffnen in den Konsulaten. Geheime Einbruchsteams [des KGB] benutzten transportable Röntgengeräte und plazierten diese an Tresorschlössern um die Stellung zu finden wo der Finger in die Scheiben fallen kann. Dieses clevere Gerät kam aber mit einem Designfehler. Die Abstrahlung von hoch konzentrierter Röntgenstrahlung vergiftete langsam die Benutzer. Die KGB Mitarbeiter dieser Teams bekamen sogar den Spitznamen „bezzubyye“, was übersetzt so viel heisst wie „die Typen ohne Zähne“.

Später macht er noch die Aussage dass der KGB wohl ständig in den Tresoren ein und aus ging. Was auf häufige Nutzung dieser Technik hindeutet. Die Kombinationen wurden vermutlich ständig geändert. Auch sollen derartige Einbrüche wohl mit Geigerzählern nachgewiesen worden sein.

Unglaublich wie verantwortungslos man damals noch mit solchen Dingen umgegangen ist. Heute wohl unvorstellbar. Aber diverse andere, noch viel schlimmere Dinge aus dieser Zeit sind ja auch bekannt… also halte ich das durchaus für plausibel.

Na ja, jedenfalls keine gute Methode ;o)

Mich würde interessieren was ein Experte für Röntgentechnik einschätzt, gäbe es heutzutage einigermaßen sichere Gerätschaften für derartige Einsätze? Transportabel? Die Technik machte ja Fortschritte die letzten 50 Jahre… Heutzutage werden ja z.B. Schweissnähte oder Rohre ähnlich getestet. Und das ohne Gefahr für den Nutzer.

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Sicherheitsproblem mit La Gard und S&G Elektronikschlössern

Achtung!

Seit kurzem wird ein Öffnungsgerät in USA verkauft für Schlösser der Marke La Gard und S&G. Mittlerweile ist es auch in Deutschland erhältlich.

Dieses Gerät öffnet das Schloss von AUSSEN über die Tastaturkabel ohne Kenntnis eines gültigen Codes!!! Dauert ca. 15 min. und ist ohne Lärm und Anstrengung/ Wissen für jeden durchführbar der das Gerät kauft.

Betroffen sind La Gard Safegard, Basic und 33E bis ca. Baujahr 2014 und S&G 6120 Baureihe. Das entspricht ungefähr einem Bauzeitraum von 15 Jahren und sehr populäre Typen dieser Hersteller in großer Anzahl!

Nach dem Sicherheitsproblem mit dem CodeCombi B ist das nun die nächste Lücke, die öffentlich zugänglich wird.

Wir haben ebenfalls Öffnungsgeräte für diverse Elektronikschlösser entwickelt, diese funktionieren aber anders. DAS Gerät ist NICHT von uns! Wir veröffentlichen oder verkaufen solche Technik NICHT! Das kann nicht im Sinn der Tresorbesitzer sein wenn jedermann in 15 min ein hoch zertifiziertes Schloss öffnen kann!

Abzuwarten gilt es wie die Hersteller, Zertifizierungsinstitute und Versicherungen diesmal reagieren. Das letzte Problem dieser Art wurde ja elegant totgeschwiegen. Auf Anfragen hat man uns nicht einmal geantwortet… und die Information hat einen Großteil der betroffenen Kunden nicht erreicht.

Wir sind der Ansicht dass zumindest die Tresorbesitzer, die diesen Blog lesen, von uns aktuell informiert sein sollten. Wie hoch die Gefährdung im Einzelfall ist kann jeder für sich selbst beurteilen und entsprechend handeln. Umbau auf andere Schlosstypen ist in der Regel möglich. Techniker in Ihrer Nähe finden Sie z.B. hier: www.tresornetz.de

Wir haben die letzten Jahre die betroffenen Schlosstypen bei unseren Kunden ohnehin nicht mehr eingebaut, da wir diese Lücke vor längerer Zeit bereits erkannt haben. Nun kann ein entsprechendes Gerät aber offiziell im Handel gekauft werden, so haben wir uns entschieden diese Warnung zu veröffentlichen.

Wir bleiben dran, Updates folgen…

Kleines Update nach über 1 Jahr:

Mittlerweile sind sicherlich einige soche Geräte auch hier verkauft worden. Ich kenne etliche Leute die eines besitzen in Technikerkreisen.

Weitere Reaktionen von irgendwelchen Stellen sind mir nicht bekannt. Die Gefährdung wird wohl weiter bestehen und niemand informiert den Kunden.

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Beitrag eines Kunden über Tresorqualität

Sehr geehrte Herren,

hier ein Beitrag… Wasser auf Ihre Mühlen zum Thema Tresorqualität……

Die guten traditionellen Tresorhersteller wie Leicher sind leider Geschichte – aufgekauft von einem großen Konzern und danach „plattgemacht“ worden. Zum Glück besitze ich noch einen Leicher 151 in D10 Bauausführung von Anfang der 1980iger Jahre. Doch es wurde ein zusätzlicher, kompakter Wertschutzschrank in VdS 4 benötigt – mit Abmessungen ähnlich dem guten alten Leicher 151. Damals noch gutgläubig im Internet bei den einschlägigen größeren Händler (die Google bevorzugt anzeigt) angefragt, was es an aktuellen Produkten geben würde.

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Schlüsselschlösser Vor und Nachteile

Einen ausführlicheren Artikel finden Sie in der Rubrik Beratung.

Welcher Verschluss für den Einzelfall der beste ist muss jeder für sich entscheiden. Bei Unklarheiten besser von einem kompetenten Händler beraten lassen.

Aber nun zu den wichtigsten Vor und Nachteilen:

Pro:

  • Schnelle Öffnung im Vergleich zu einem mechanischen Zahlenschloss -siehe hier-
  • Man muss sich nichts merken (ausser wo der Schlüssel ist)
  • Kann jeder verwenden ohne viel zu wissen (kann auch nachteilig sein)

Contra:

  • Schlüssel muss mitgeführt (lang/ sperrig) oder sicher verwahrt werden
  • Empfindlichkeit moderner Schlüssel
  • Minderwertige Qualität mancher Schlösser
  • Schlüssel kann verloren/ gestohlen werden
  • Ersatzschlüssel muss sicher verwahrt werden, trotzdem zugriffsbereit im Notfall
  • Schlüssel können kopiert werden, meist sogar anhand eines Fotos!
  • Möglicherweise viele Schlüssel für viele Mitarbeiter nötig
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Stockinger Safes

Frischer Wind und neue Ideen beim Luxustresorhersteller Stockinger!

Auch nach dem kürzlichen Besitzerwechsel geht die Produktion in unverminderter Qualität und Präzision weiter, die in der Branche sicherlich seinesgleichen sucht. Stockinger stellt seit Jahrzehnten die wohl schönsten und hochwertigsten Tresore, auch exakt nach Kundenwunsch her. In solider Handarbeit entstehen hier einzigartige Stücke. Viele tolle Sondermodelle haben wir im Lauf der Zeit bereits gesehen. Unter neuer Führung sollen jetzt neue Ideen realisiert werden und früher bereits umgesetzte wieder aufgegriffen werden. Wir wünschen viel Erfolg dabei!

Wer möchte kann sich auf der Webseite www.stockinger.com umsehen oder auch die Firma in München besuchen und sich vor Ort überzeugen. Lohnt sich auf jeden Fall.

Luxustresore die man nicht im Keller versteckt

Luxustresore die man nicht im Keller versteckt

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Trend bei Mietfächern

Bank Mietfächer sind mittlerweile rar, viele Banken schließen hunderte Filialen und stellen um auf SB Geschäftsstellen ohne Personal. Hierbei fallen die Mietfächer im Tresorraum dann in der Regel weg. Die Bestandskunden müssen ihre Wertsachen dann in die nächstgelegene Filiale bringen, falls dort noch Kapazität besteht.

So ganz sicher vor manchen Behörden sind die Mietfächer auch nicht, selbst wenn sich kein illegaler Inhalt darin befindet können Zugangsrechte schnell eingeschränkt werden.

Steuerfahndung

Mittlerweile gibt es sogar „private“ Fachvermieter, in wie fern diese Firmen sich durchsetzen und die Privatsphäre verbessern wird sich herausstellen. Aktuell eröffnete in München ein Anbieter mit ca. 3000 Fächern Kapazität.

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Tresortuning

Cooles Umbauprojekt, hierzu wurde ich gefagt was ich davon halte… kann nur sagen super ausgeführt, richtig viel Arbeit, toll. Ein geniales Einzelstück auf Basis eines ohnehin schon sehr massiven Garny D20 mit einer 50 mm Hartgussplatte und massiv betonierten Wandungen!

  • Beton wurde teilweise entfernt, Türfüllung wurde mit einer zusätzlichen Füllung mit Korund, Gummi, Kugellagerkugeln, Stahlfasern und Epoxidharz vergossen
  • Eine vollflächige 8mm Hardox Stahlplatte zusätzlich eingesetzt
  • Ein Zeitschloss nachgerüstet
  • Innenfachtüren neu angefertigt (deutlich stabiler)
  • Ein Handrad mit Untersetzungsgetriebe und integrierter Elektronik konstruiert und gebaut
  • … siehe Fotos

Ist noch nicht ganz fertig, viele weitere Arbeiten sind geplant. Hoffe es kommen noch Fotos nach Fertigstellung. Bleibt spannend wie das nach der geplanten Airbrushlackierung aussieht…

Gruß an Martin, der sich die viele Arbeit angetan hat, danke für die Genehmigung zur Veröffentlichung. Davon könnten sich die Tresorhersteller mal inspirieren lassen wieder etwas qualitativ hochwertiges zu bauen! Und viel Spass dem eventuellen Einbrecher der das Ding mal öffnen will ;o)

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Fragen eines interessierten Tresorkunden

 

Hallo Hr. Bruckner,
eher zufällig bin ich auf Ihren interessanten Blog im Internet gestoßen. Da ich mir gerne einen Tresor für den Privatgebrauch anschaffen möchte, aber aufgrund der des großen Angebots und der teils sehr verwirrenden Beratung/ Infos auf den Seiten der Händler recht verwirrt bin, wende ich mich vertrauensvoll an Sie. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir bei meinen Fragen weiterhelfen können und mich an Ihrer Erfahrung teilhaben lassen.
Vielen Dank und beste Grüße
HW
PS: Eine Veröffentlichung im Blog ist für mich i.O., allerdings bitte ohne Nennung meines Namens.

Hallo Herr HW,

schön dass Ihnen der Blog gefällt. Klar kann ich Ihnen dei Fragen beantworten, wir haben ja täglich mit diesen Sachen zu tun…

Veröffentlichen werde ich das natürlich ohne Ihren Namen, wir wollen ja nicht direkt einen bösen Buben zu Ihnen lenken ;o)

Die Antworten finden Sie zwischen den Zeilen.

Hier meine Fragen:
1) Welcher Hersteller:
Das Herausfinden des Herstellers ist teilweise nicht so einfach, da viele Händler unter eigenem Namen verkaufen. Wo liegt beispielsweise der Unterschied (bei identischer Sicherheitsklasse) zwischen einem eher günstigen Tresor aus Polen und einem Schrank aus deutscher Fertigung. Welche Nachteile gibt es beim günstigeren Modell, ins. langfristig und im Hinblick auf die Sicherheit?

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Scharnierprobleme

Ich wiederhole mich ja nur ungern… aber das ist der Knaller.

In den Bedienungsanleitungen der Tresore steht normal dass die Scharniere regelmäßig geschmiert werden müssen. Klar, die Türen sind schwer und die Scharniere leiden extrem wenn sie trocken laufen. Kommt schon vor dass ungeschmierte Tresorscharniere nach wenigen Jahren so abgenutzt sind und die Türe dann klemmt. Meist kann man den Tresor dann wegwerfen, die Scharniere sind angeschweisst und eine Reparatur zu aufwendig.

Wenn natürlich Kunden bewusst nicht schmieren wollen, selber schuld. Siehe Foto… Ohne Worte… ein Wunder dass die Kiste 10 Jahre überlebt hat.

Aufkleber vom Kunden

Aufkleber vom Kunden

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