Fragen und Antworten zu Tresoröffnungen

Klassische Fragen zur Tresoröffnung, die wir immer wieder hören, und die Antworten dazu:

Der Klassiker: Wie oft waren Sie schon im Knast? Nö Leute, waren wir nicht. Ansonsten dürften wir so ein Gewerbe gar nicht ausüben. Wir haben tagsüber genug zu tun, wir arbeiten nicht nachts auch noch 🙂 Vermutlich gehören wir sogar zu den am öftesten überprüften Leuten, bei jedem Auftrag bei Behörden, Militär, Rüstungsunternehmen etc. werden wir wieder durchleuchtet…

Kann das nicht auch der örtliche Schlüsseldienst/ Schlosser?– In der Regel nein. zumindest nicht so wie wir das machen. Öffnen vielleicht, aber mit Schäden am Tresor und mit groben Methoden. Außerdem wird er vermutlich länger brauchen, weil er das nie oder nicht oft macht. Dadurch sind auch die Kosten oft deutlich höher, von Lärm, Gestank, Dreck Entsorgungskosten und Neuanschaffung mal abgesehen.

Gehts nicht schneller/ billiger wenn man den Aufschneidet? Möglicherweise, meistens ist unsere Methode aber schneller und billiger. Aber auf jeden Fall sauberer und wirtschaftlicher. Nach dem Aufschneiden ist zumindest eine aufwendige Reparatur notwendig. Dann dauert das insgesamt sicher länger. Falls er überhaupt wirtschaftlich repariert werden kann. Und wenn er ein Totalschaden ist muss er entsorgt werden, ggf. ein Neuer gekauft und transportiert… Vom Dreck, Lärm Gestank und angebrannten Bodenbelägen wollen wir noch gar nicht reden. Nicht unsere Methode. Wenn jemand einen Winkelschleifer (Flex) oder gar Brennschneider oder Sauerstofflanze für eine Tresoröffnung einsetzt, outet er sich maximal als Unwissender. So etwas ist definitiv nicht notwendig. Und auch riesige Löcher sind nicht gerade ein Beweis für Fachkompetenz, siehe Foto!

Inkompetente Tresoröffnung

Kann ich das selbst machen?– Außer bei sehr einfachen Modellen sicher nicht. Vielleicht mit Gewalt und viel Schaden. Bei der Konstruktion von Tresoren überlegen die Konstrukteure lange wie die Kiste möglichst schwer zu öffnen ist… Und sorry, Anleitung dafür gibt es von uns nicht. Woher sollen wir wissen ob das wirklich ihr Tresor ist den sie öffnen?

Warum sollten wir bei B&R Tresoröffnungen beauftragen?– Bester Vergleich ist ein defektes Autogetriebe. Die „normale“ Werkstatt baut es nur aus und schickt es zum Getriebespezialisten zur Reparatur. Dieser hat tiefgreifende Kenntnisse, Erfahrung (weil er ja nichts anderes macht) und die benötigten Spezialwerkzeuge. Für die „normale“ Werkstatt wäre das nicht wirtschaftlich machbar alle speziellen Werkzeuge vorzuhalten und einen Mitarbeiter nur damit zu beschäftigen, damit er das anständig lernt. Dafür haben „normale“ Werkstätten zu wenig derartige Fälle. Wir sind eben auf Öffnungen spezialisiert, machen fast nichts anderes. Für uns lohnt auch der Aufwand mit teuren Spezialwerkzeugen und wir haben langjährige Praxis. Wir öffnen pro Jahr ca. 350 Tresore und Tresorräume aller Sicherheitsstufen und Hersteller. Auch vor schweren Brocken haben wir keine Angst ;o)

Die andere Firma hat dies und jenes auch schon probiert, wieso versuchen sie das nochmal?– Weil es oft klappt, wir das dauernd machen und vieles mit Wissen, Gefühl und Erfahrung zu tun hat. Oft funktioniert eine Methode eben doch noch wenn man es kann. Wenn nicht, egal, sie haben einen Pauschalpreis und müssen nicht mehr bezahlen wenn es länger dauert. Wir versuchen alles bei dem wir denken es hat Aussicht auf Erfolg.

Sind sie sicher dass der aufgeht?– Es ist noch keiner zu geblieben. Wenn wir einen Auftrag gar nicht erfüllen können, zahlen Sie nichts. Auch keine Anfahrt. Ist noch nicht passiert, daher können wir das versprechen. Bedingung ist eine gute und korrekte Information (z.B. Fotos) ihrerseits. Es gibt Tausende Modelle und Varianten. Wir können nur Pauschalpreise anbieten und einhalten wenn wir wissen um was es genau geht!

Kann man jeden Tresor ohne Beschädigung öffnen?– Leider nein. Eine beschädigungsfreie Öffnung ist manchmal nicht möglich, wenn z.B. das Schloss beschädigt ist oder sehr schwergängig. Manchmal ist es auch nicht wirtschaftlich, z.B. hochwertiges Schloss in billigem, einwandigem Waffenschrank. Klar kann man das trotzdem machen, aber die Kosten sind nicht im Verhältnis zum Wert des Tresores. Unsere Quote für beschädigungsfreie Öffnung mechanischer Schlösser liegt über 90%!

Die Öffnung war in 20 min. erledigt, warum kostet das jetzt mehrere hundert Euro?– Weil es nicht 20 min gedauert hat, sondern ca. 35 Jahre um das zu lernen und das benötigte Wissen anzusammeln! Und die Arbeit vor Ort ist das geringste der Kosten für uns. Wir halten hunderte verschiedene, teure Werkzeuge für die verschiedenen Schlösser vor, entwickeln und bauen diese selbst. Meist hat ein solches Werkzeug einen höheren Wert als der Tresor in den wir es stecken. Und ewig halten sie nicht, müssen auch irgendwann ersetzt werden. Aber wenn man den Aufwand für eine gewaltsame Öffnung sieht (nicht in 20 min. erledigt!) und die Stundenlöhne/ Materialkosten der Gewaltöffner, wäre das auch nicht kostengünstiger. Und danach muss der Tresor entsorgt und ein neuer gekauft werden… Wenn wir fertig sind können Sie den Tresor in der Regel wieder wie gewohnt verwenden und er hat keinen Kratzer. Und sie müssen sich nicht Stunden daneben stellen und zusehen wie stinkender Schleifstaub sich langsam über ihr gesamtes Mobilial legt… Wir nennen immer vorher FIX-Preise, dabei bleibt es auch, wenn die vorab gegebene Information korrekt war. Wer das nicht möchte, kann gleich ablehnen oder bei anderen Preise zum Vergleich einholen. Aber fragen Sie unbedingt nach den Methoden und lassen sie es sich vorab schriftlich (zumindest per Mail) geben! Und falls jemand dann doch mit der Flex schneiden will, werfen sie ihn raus und bezahlen sie nichts!

Es gibt doch so viele, die mit Öffnungen werben, das kann doch scheinbar jeder?– Zum Verständnis: Z.B. im Raum München werben ca. 12 Firmen mit Tresoröffnung. 8 davon geben den Auftrag an uns weiter, weil sie (z.B. als seriöse Händler) zufriedene Kunden haben möchten, das aber nicht selbst zufriedenstellend erledigen können. Klar, wenn der Kunde ein Problem hat, ruft er meist da an wo er gekauft hat. Die anderen Firmen sind darauf angewiesen alles selbst (meist mehr schlecht als recht) zu versuchen um das Geld mitzunehmen. Nicht selten sehen wir dann das zerstörte und trotzdem noch geschlossene Behältnis… Fakt ist, wir fahren nicht hunderte Kilometer oder fliegen sogar ins Ausland weil wir das nicht können… oder weils der örtliche genau so kann. Für einfache Aufgaben sagen wir ihnen gerne wer das evtl. auch regional erledigen kann. Wir haben mehr als genug zu tun und sind zum Glück nicht darauf angewiesen alles selbst zu erledigen. Übrigens haben etliche unseriöse Gesellen sogar Texte unserer Webseite verwendet, teilweise nur ein bisschen umgeschrieben damit man ihnen nichts anhaben kann. Aber wie sagt man? Das Plagiat ehrt das Original? Trotzdem nicht gut für die betrogenen Kunden, unsere Arbeit können diese Leute ja nicht, sie wollen nur Geld machen. Vorsicht!

Das sah so einfach aus, wenn ich so ein Werkzeug hätte könnte ich das sicher selbst!– Sicher nicht, ein perfektes Werkzeug ist nötig, aber es ist ohne Gefühl und viel Erfahrung nicht zu bedienen. Wenn sie eine hochwertige Geige besitzen können sie ja auch nicht automatisch darauf spielen. Das erfordert jahrelanges lernen und üben.

Kann man solche Werkzeuge kaufen?– Werkzeuge kaufen kann man schon, aber nur für wenige Schlosstypen und in meist minderer Qualität. Deswegen entwickeln und bauen sie selbst. Bei Tresorschlössern braucht es ein genau auf den Schlosstyp passendes Werkzeug, das ist der große Unterschied. Universalwerkzeuge funktionieren nicht. Wir haben vermutlich den größten Bestand an verschiedenen Werkzeugen und Methoden für die verschiedensten Schlosstypen. Dass auch der benötigte dabei ist wird dadurch sehr wahrscheinlich. Selbst wenn jemand viel Geld ausgibt kann er Werkzeug für ca. 20 Schlosstypen kaufen. Mehr ist am Markt nicht erhältlich. Und selbst bauen ist sehr schwierig und teuer. Von den von uns entwickelten Methoden, die auch nur wir kennen, mal abgesehen. Es gibt ein paar Schlosstypen, die weltweit nur wir ohne Beschädigung öffnen können! Hört sich vielleicht arrogant an, ist aber so. Wir scheuen keinen Vergleich.

Cooler Job, kann ich das bei euch lernen?– Wir machen keine Lehrgänge für andere Techniker. Das sind unsere Betriebsgeheimnisse und wir wollen unsere Alleinstellungsmerkmale auch nicht verlieren. Lehrgänge von uns gibt es nur für Behörden. Diese haben ein berechtigtes Interesse über die Möglichkeiten informiert zu sein, beispielsweise wegen Spurensicherung.

Warum soll ich vorab Bilder per Mail senden?– Für Laien sieht jeder Tresor gleich aus. Wir sehen aber an Details den Hersteller und wissen welcher Schlosstyp normal darin verbaut ist. Entsprechend kommen wir dann mit dem entsprechenden Spezialwerkzeug und passenden Ersatzteilen. So können wir relativ sicher sein, dass nur eine Anfahrt erforderlich ist. Sie müssten ansonsten vermutlich eine zweite Anfahrt bezahlen und wir haben viel zu tun und sind nicht scharf darauf ohne Notwendigkeit zweimal irgendwo hin zu fahren. Außerdem beruht ja unser vorab genannter Pauschalpreis auf dem Schloss/ Tresortyp. Wenn wir nicht wissen was uns erwartet können wir nicht seriös kalkulieren.

Was kostet eine beschädigungsfreie Tresoröffnung? Kann man so pauschal nicht sagen. Das wäre wie in einer Autowerkstatt anrufen und sagen „Mein Auto ist kaputt, was kostet die Reparatur?“. Es gibt tausende Tesortypen, Schlösser, Modelle und Varianten. Ohne gute Information (z.B. Bilder) vorab, kann man keinen pauschalen Preis nennen. Wer das macht, verspricht das Blaue vom Himmel. Wenn wir die benötigen Infos haben, machen wir gerne einen pauschalen Preis, der auch nicht überschritten wird. Auch wenn es mal länger dauert oder mehr Aufwand ist als wir geschätzt haben. Ihre Sicherheit und sie können sich vorab entscheiden.

Wie stellen wir sicher dass alles legal ist? Generell überprüfen wir vorab die Ausweisdaten und vermerken diese auf dem zu unterschreibenden Auftragsformular. Falls die entsprechende Person nicht an der Adresse gemeldet ist, oder etwas anderes unstimmig ist, verlangen wir eine weitere Legitimation. Beispielsweise einen Erbschein vom Gericht etc… Wenn uns etwas komisch vorkommt, oder sich jemand nicht legitimieren kann oder will, öffnen wir nicht, ganz einfach.

Für welche Kunden arbeiten wir? Bunt gemischt. Privatleute, Firmen groß und klein, Banken, Behörden… regional und bei schwierigen Fällen auch weltweit.

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Wartungsarbeiten am Tresor

Wegen mehrfacher Nachfrage ob Tresore eine „Inspektion/ Wartung“ benötigen in bestimmten Zeiträumen, hier ein paar Hinweise aus unserer Erfahrung.

Falls sich irgendetwas komisch, schwergängig oder anders anfühlt oder anhört bei der Bedienung, am besten zeitnah Kontakt mit einem Profi aufnehmen. Nicht warten bis es zu einem ausgewachsenen Problem kommt, weil keine Öffnung mehr möglich ist!

Abhängig vom Modell, Bauqualität, Nutzungshäufigkeit, Standortbedingungen und der Schlossbestückung ergeben sich unterschiedliche sinnvolle Dinge die man tun sollte. Auch unterschiedliche Intervalle, die sinnvoll sind. Deshalb ist das Thema schwierig pauschal zu beantworten. Ich versuche möglichst verständlich in mehrere Teile zu untergliedern.

Generell:

Türscharniere regelmäßig schmieren, ansonsten evtl. irreparabler Schaden! Die meisten Scharniere können nachgestellt werden, wenn die Türe sich gesenkt hat. Verriegelungsbolzen schmieren. Wer sich traut die Türabdeckung hinten abzunehmen, kann auch das Riegelwerk und bewegliche Teile innen schmieren. Hinweis am Ende bitte beachten! NIEMALS Öl oder Fett IN die SCHLÖSSER! Das würde nur langfristig zu Problemen führen!

Elektronikschlösser:

Kaum Wartung möglich. Bei starkem Verschleiss von Tastatur oder Schloss, austauschen. Wenn sich wichtige Dinge im Tresor befinden, auf die man schnell Zugriff haben muss- evtl. in Intervallen von 6-10 Jahren vorsichtshalber austauschen oder redundantes System mit Notöffnung einbauen. Die meisten Elektronikdefekte zeigen sich nicht vorher, das Schloss stirbt ohne Vorankündigung irgendwann! Elektronik ist immer nur eine Zeitfrage, so wie auch jedes andere Elektronikgerät irgendwann plötzlich nicht mehr funktioniert.

Mechanische Kombinationsschlösser:

Sollten umgehend vom Profi geöffnet, zerlegt, auf Verschleiß geprüft und gereinigt werden, wenn sie ungewöhnlich/ schwer gehen oder nicht beim ersten Mal öffnen. Niemals einfach Schmiermittel in das Schlossgehäuse sprühen! Es gibt ein paar Stellen die man gezielt schmieren kann. Aber auch andere, die Funktionsstörungen verursachen können wenn dort Schmiermittel ist. Auf vielen alten Kombis steht sogar auf dem Deckel: Nicht schmieren! Achtung! Niemals den Tresor verschließen wenn der Deckel nicht auf dem Schloss montiert ist! Hier gibt es meist einen Sicherheitsmechanismus, wenn das Schloss ohne den Deckel zu gemacht wird, geht es nicht mehr auf!

Schlüsselschlösser:

Auch hier nicht ungezielt Schmiermittel einbringen. Nichts in das Schlüsselloch sprühen. Kann sein, dass es kurzfristig eine Verbesserung bringt, aber langfristig wird es Probleme verstärken und weitere Schäden verursachen! Wenn es schwergängig ist hat das meist andere Ursachen, diese Schlösser sind konstruiert um ohne Schmiermittel auszukommen. Nur ein Beispiel von vielen: Der Schlüssel ist heruntergefallen und leicht beschädigt. Jetzt klemmt er etwas auf dem Dorn im Schloss. Schmiermittel wird das leichtgängiger machen, aber langfristig wird der Dorn gelockert und das Schloss wird nicht mehr so einfach zu öffnen sein für den Laien.

Hinweis:

Es kommt häufig vor dass Kunden anrufen, die etwas zerlegt haben und nicht mehr korrekt zusammenbauen können. Bestenfalls ist die Türe noch offen und das Problem ist leicht lösbar. Schlimmstenfalls ist die Türe zu, ein undefinierbarer Fehler in der Mechanik innen weil irgendetwas falsch zusammengebaut oder vergessen wurde. Dann kann das Problem ungeahnte Ausmaße annehmen. Bitte überlegen sie gut ob es im Bereich ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten liegt bevor sie etwas zerlegen! Und wenn, dann immer die korrekte Funktion bei GEÖFFNETER TÜRE mehrmals prüfen. Machen auch wir so, bevor wir die Türe das erste Mal wieder schließen.

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Geschlachtet und ausgeweidet…

Ab und an erfährt man zufällig wie andere arbeiten. Eigentlich „Ohne Worte“.

Problem war das Elektronikschloss. Vermutlich ein harmloser Tastaturdefekt, den man von aussen leicht in 30 min. hätte beheben können. Ist bei dem Modell meistens so.

Und selbst wenn nicht, wäre das für einen winzigen Bruchteil der Kosten zu lösen gewesen, Tresor wäre auch nicht Schrott und müsste entsorgt/ neu angeschafft werden. Diese Folge-Kosten sind da ja noch gar nicht mit enthalten!!! Und den Dreck und Gestank von stundenlangem Schneiden muss auch erst wieder beseitigt werden.

Aber man kennt die Abzocke ja aus dem Schlüsseldienstbereich zu Genüge. Die kleinen seriösen Firmen von nebenan werden dort von überregionalen Zentralen, die kräftig abzocken, mit massiver Werbung verdrängt. Zum Glück ist das im Tresorbereich noch nicht so schlimm, aber kommt auch nicht zum ersten Mal vor.

Über 3000.-… und die Folgekosten für Entsorgung, Neukauf, Transport… da hätte der Kunde besser mal jemand angerufen der sich mit sowas auskennt.

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Röntgen von Schlössern, Schutz mit Bleiplatten etc.

Eine kuriose Sache, für die ich nun weitere Hinweise gefunden habe, möchte ich den Lesern hier nicht vorenthalten. Zum Glück ist das alles lange her.

Techniker haben vermutlich schon einmal bei Schlössern gesehen dass diese manchmal einen Schutz gegen Röntgenangriffe haben. Das trifft speziell für hochwertigere, ältere mechanische Zahlenkombinationschlösser zu. Oft amerikanischer Bauart. Die Scheiben sind aus „Delrin“ (Kunststoff), laut Beschreibung damit man sie auf Röntgenbildern nicht sehen kann. Auch ist bei Behördentresoren oft eine dicke Bleiplatte vor dem Schloss montiert.

Wir haben uns immer gewundert dass man eine solche Art von Schutz vorsieht. Bei einem Behälter (so unsere Vermutung), der aus Stahl besteht, bräuchte man sehr starke Röntgengeräte um überhaupt etwas zu sehen. Ob diese dann noch einfach transportabel sind? Ok, wir sind keine Experten für Röntgentechnik…

Mehr als ein dubioses Foto eines transportablen Röntgengerätes, angeblich aus Geheimdienstkreisen, habe ich zu diesem Thema „Tresoröffnung“ auch nie gesehen.

Jetzt ist lustigerweise in einem Buch das ich gelesen habe eine kleine Passage aufgetaucht, die genau diese Vorgehensweise beschreibt! Das englische Buch heisst „Spycraft“, von Robert Wallace. Scheinbar ist der Autor auch gut informiert, manche Vorgehensweisen beschreibt er sehr detailliert. Immerhin hat das Buch fast 600 Seiten. Zu diesem Randthema allerdings nur ein paar Sätze.

Er beschreibt in der Passage die Situation amerikanischer Botschaften/ Konsulate im Russland der 60er und 70er Jahre. Grob gesagt soll damals der KGB überall präsent gewesen sein. Was ja sicherlich auch seine Aufgabe war im kalten Krieg.

Zur Röntgenthematik (von mir frei übersetzt): Der KGB erweiterte seine Möglichkeiten Safes zu öffnen in den Konsulaten. Geheime Einbruchsteams [des KGB] benutzten transportable Röntgengeräte und plazierten diese an Tresorschlössern um die Stellung zu finden wo der Finger in die Scheiben fallen kann. Dieses clevere Gerät kam aber mit einem Designfehler. Die Abstrahlung von hoch konzentrierter Röntgenstrahlung vergiftete langsam die Benutzer. Die KGB Mitarbeiter dieser Teams bekamen sogar den Spitznamen „bezzubyye“, was übersetzt so viel heisst wie „die Typen ohne Zähne“.

Später macht er noch die Aussage dass der KGB wohl ständig in den Tresoren ein und aus ging. Was auf häufige Nutzung dieser Technik hindeutet. Die Kombinationen wurden vermutlich ständig geändert. Auch sollen derartige Einbrüche wohl mit Geigerzählern nachgewiesen worden sein.

Unglaublich wie verantwortungslos man damals noch mit solchen Dingen umgegangen ist. Heute wohl unvorstellbar. Aber diverse andere, noch viel schlimmere Dinge aus dieser Zeit sind ja auch bekannt… also halte ich das durchaus für plausibel.

Na ja, jedenfalls keine gute Methode ;o)

Mich würde interessieren was ein Experte für Röntgentechnik einschätzt, gäbe es heutzutage einigermaßen sichere Gerätschaften für derartige Einsätze? Transportabel? Die Technik machte ja Fortschritte die letzten 50 Jahre… Heutzutage werden ja z.B. Schweissnähte oder Rohre ähnlich getestet. Und das ohne Gefahr für den Nutzer.

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Sicherheitsproblem mit La Gard und S&G Elektronikschlössern

Achtung!

Seit kurzem wird ein Öffnungsgerät in USA verkauft für Schlösser der Marke La Gard und S&G. Mittlerweile ist es auch in Deutschland erhältlich.

Dieses Gerät öffnet das Schloss von AUSSEN über die Tastaturkabel ohne Kenntnis eines gültigen Codes!!! Dauert ca. 15 min. und ist ohne Lärm und Anstrengung/ Wissen für jeden durchführbar der das Gerät kauft.

Betroffen sind La Gard Safegard, Basic und 33E bis ca. Baujahr 2014 und S&G 6120 Baureihe. Das entspricht ungefähr einem Bauzeitraum von 15 Jahren und sehr populäre Typen dieser Hersteller in großer Anzahl!

Nach dem Sicherheitsproblem mit dem CodeCombi B ist das nun die nächste Lücke, die öffentlich zugänglich wird.

Wir haben ebenfalls Öffnungsgeräte für diverse Elektronikschlösser entwickelt, diese funktionieren aber anders. DAS Gerät ist NICHT von uns! Wir veröffentlichen oder verkaufen solche Technik NICHT! Das kann nicht im Sinn der Tresorbesitzer sein wenn jedermann in 15 min ein hoch zertifiziertes Schloss öffnen kann!

Abzuwarten gilt es wie die Hersteller, Zertifizierungsinstitute und Versicherungen diesmal reagieren. Das letzte Problem dieser Art wurde ja elegant totgeschwiegen. Auf Anfragen hat man uns nicht einmal geantwortet… und die Information hat einen Großteil der betroffenen Kunden nicht erreicht.

Wir sind der Ansicht dass zumindest die Tresorbesitzer, die diesen Blog lesen, von uns aktuell informiert sein sollten. Wie hoch die Gefährdung im Einzelfall ist kann jeder für sich selbst beurteilen und entsprechend handeln. Umbau auf andere Schlosstypen ist in der Regel möglich. Techniker in Ihrer Nähe finden Sie z.B. hier: www.tresornetz.de

Wir haben die letzten Jahre die betroffenen Schlosstypen bei unseren Kunden ohnehin nicht mehr eingebaut, da wir diese Lücke vor längerer Zeit bereits erkannt haben. Nun kann ein entsprechendes Gerät aber offiziell im Handel gekauft werden, so haben wir uns entschieden diese Warnung zu veröffentlichen.

Wir bleiben dran, Updates folgen…

Kleines Update nach über 1 Jahr:

Mittlerweile sind sicherlich einige soche Geräte auch hier verkauft worden. Ich kenne etliche Leute die eines besitzen in Technikerkreisen.

Weitere Reaktionen von irgendwelchen Stellen sind mir nicht bekannt. Die Gefährdung wird wohl weiter bestehen und niemand informiert den Kunden.

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Beitrag eines Kunden über Tresorqualität

Sehr geehrte Herren,

hier ein Beitrag… Wasser auf Ihre Mühlen zum Thema Tresorqualität……

Die guten traditionellen Tresorhersteller wie Leicher sind leider Geschichte – aufgekauft von einem großen Konzern und danach „plattgemacht“ worden. Zum Glück besitze ich noch einen Leicher 151 in D10 Bauausführung von Anfang der 1980iger Jahre. Doch es wurde ein zusätzlicher, kompakter Wertschutzschrank in VdS 4 benötigt – mit Abmessungen ähnlich dem guten alten Leicher 151. Damals noch gutgläubig im Internet bei den einschlägigen größeren Händler (die Google bevorzugt anzeigt) angefragt, was es an aktuellen Produkten geben würde.

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Schlüsselschlösser Vor und Nachteile

Einen ausführlicheren Artikel finden Sie in der Rubrik Beratung.

Welcher Verschluss für den Einzelfall der beste ist muss jeder für sich entscheiden. Bei Unklarheiten besser von einem kompetenten Händler beraten lassen.

Aber nun zu den wichtigsten Vor und Nachteilen:

Pro:

  • Schnelle Öffnung im Vergleich zu einem mechanischen Zahlenschloss -siehe hier-
  • Man muss sich nichts merken (ausser wo der Schlüssel ist)
  • Kann jeder verwenden ohne viel zu wissen (kann auch nachteilig sein)

Contra:

  • Schlüssel muss mitgeführt (lang/ sperrig) oder sicher verwahrt werden
  • Empfindlichkeit moderner Schlüssel
  • Minderwertige Qualität mancher Schlösser
  • Schlüssel kann verloren/ gestohlen werden
  • Ersatzschlüssel muss sicher verwahrt werden, trotzdem zugriffsbereit im Notfall
  • Schlüssel können kopiert werden, meist sogar anhand eines Fotos!
  • Möglicherweise viele Schlüssel für viele Mitarbeiter nötig
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Stockinger Safes

Frischer Wind und neue Ideen beim Luxustresorhersteller Stockinger!

Auch nach dem kürzlichen Besitzerwechsel geht die Produktion in unverminderter Qualität und Präzision weiter, die in der Branche sicherlich seinesgleichen sucht. Stockinger stellt seit Jahrzehnten die wohl schönsten und hochwertigsten Tresore, auch exakt nach Kundenwunsch her. In solider Handarbeit entstehen hier einzigartige Stücke. Viele tolle Sondermodelle haben wir im Lauf der Zeit bereits gesehen. Unter neuer Führung sollen jetzt neue Ideen realisiert werden und früher bereits umgesetzte wieder aufgegriffen werden. Wir wünschen viel Erfolg dabei!

Wer möchte kann sich auf der Webseite www.stockinger.com umsehen oder auch die Firma in München besuchen und sich vor Ort überzeugen. Lohnt sich auf jeden Fall.

Luxustresore die man nicht im Keller versteckt

Luxustresore die man nicht im Keller versteckt

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Trend bei Mietfächern

Bank Mietfächer sind mittlerweile rar, viele Banken schließen hunderte Filialen und stellen um auf SB Geschäftsstellen ohne Personal. Hierbei fallen die Mietfächer im Tresorraum dann in der Regel weg. Die Bestandskunden müssen ihre Wertsachen dann in die nächstgelegene Filiale bringen, falls dort noch Kapazität besteht.

So ganz sicher vor manchen Behörden sind die Mietfächer auch nicht, selbst wenn sich kein illegaler Inhalt darin befindet können Zugangsrechte schnell eingeschränkt werden.

Steuerfahndung

Mittlerweile gibt es sogar „private“ Fachvermieter, in wie fern diese Firmen sich durchsetzen und die Privatsphäre verbessern wird sich herausstellen. Aktuell eröffnete in München ein Anbieter mit ca. 3000 Fächern Kapazität.

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Tresortuning

Cooles Umbauprojekt, hierzu wurde ich gefagt was ich davon halte… kann nur sagen super ausgeführt, richtig viel Arbeit, toll. Ein geniales Einzelstück auf Basis eines ohnehin schon sehr massiven Garny D20 mit einer 50 mm Hartgussplatte und massiv betonierten Wandungen!

  • Beton wurde teilweise entfernt, Türfüllung wurde mit einer zusätzlichen Füllung mit Korund, Gummi, Kugellagerkugeln, Stahlfasern und Epoxidharz vergossen
  • Eine vollflächige 8mm Hardox Stahlplatte zusätzlich eingesetzt
  • Ein Zeitschloss nachgerüstet
  • Innenfachtüren neu angefertigt (deutlich stabiler)
  • Ein Handrad mit Untersetzungsgetriebe und integrierter Elektronik konstruiert und gebaut
  • … siehe Fotos

Ist noch nicht ganz fertig, viele weitere Arbeiten sind geplant. Hoffe es kommen noch Fotos nach Fertigstellung. Bleibt spannend wie das nach der geplanten Airbrushlackierung aussieht…

Gruß an Martin, der sich die viele Arbeit angetan hat, danke für die Genehmigung zur Veröffentlichung. Davon könnten sich die Tresorhersteller mal inspirieren lassen wieder etwas qualitativ hochwertiges zu bauen! Und viel Spass dem eventuellen Einbrecher der das Ding mal öffnen will ;o)

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