Geschlachtet und ausgeweidet…

Ab und an erfährt man zufällig wie andere arbeiten. Eigentlich „Ohne Worte“.

Problem war das Elektronikschloss. Vermutlich ein harmloser Tastaturdefekt, den man von aussen leicht in 30 min. hätte beheben können. Ist bei dem Modell meistens so.

Und selbst wenn nicht, wäre das für einen winzigen Bruchteil der Kosten zu lösen gewesen, Tresor wäre auch nicht Schrott und müsste entsorgt/ neu angeschafft werden. Diese Folge-Kosten sind da ja noch gar nicht mit enthalten!!! Und den Dreck und Gestank von stundenlangem Schneiden muss auch erst wieder beseitigt werden.

Aber man kennt die Abzocke ja aus dem Schlüsseldienstbereich zu Genüge. Die kleinen seriösen Firmen von nebenan werden dort von überregionalen Zentralen, die kräftig abzocken, mit massiver Werbung verdrängt. Zum Glück ist das im Tresorbereich noch nicht so schlimm, aber kommt auch nicht zum ersten Mal vor.

Über 3000.-… und die Folgekosten für Entsorgung, Neukauf, Transport… da hätte der Kunde besser mal jemand angerufen der sich mit sowas auskennt.

Dieser Beitrag wurde unter B&R Geschichten aus dem Alltag, Beratung abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Geschlachtet und ausgeweidet…

  1. Dominik sagt:

    Guten Tag, das Thema Notöffnung ist ja besonders bei zertifizierten Tresoren ohne Notschloss interessant. Die „billigen“ Tresore haben ja meist ein Notschloss, quasi als Schwachstelle an Bord. Bei den teuren „echten“ Tresoren ist das nicht mehr der Fall. Gibt es Möglichkeiten moderne Codeschlösser (oder gar Fingerabdruck) ohne Beschädigung Not zu öffen oder muss am Ende immer noch der Schneidbrenner / Trennschleifer ran?

    Viele Grüße
    Dominik

    • admin sagt:

      Hallo Dominik,
      schneiden ist nie notwendig. Einziger Ausnahmefall, wenn z.B. ein Einbrecher den Tresor bereits massiv beschädigt hat.
      Das schlimmste was bei guten Technikern passiert, ist ein kleines Bohrloch. Das ist reparabel.
      Bei den wirklichen Öffnungs- Spezialisten sind für die meisten gängigen Schlösser Werkzeuge vorhanden, die es ermöglichen ganz ohne Schaden zu öffnen. Das ist sehr schwierig, erfordert viel Erfahrung und Werkzeugbestand. Für jeden Schlosstyp (viele hundert unterschiedliche am Markt…) braucht es genau das passende Werkzeug. Und teure Endoskope um in kleine Öffnungen sehen zu können. Gute Öffnungswerkzeuge kann man meist nicht kaufen, wir entwickeln und fertigen die meisten selbst. Der Aufwand hierfür ist nicht unerheblich. Im Laufe vieler Jahre und ca. 350 Öffnungen pro Jahr haben wir aber mittlerweile für fast alles eine Lösung.
      Das gilt auch für Elektronikschlösser. Auch hier gibt es Möglichkeiten ganz ohne Schaden oder zumindest minimalinvasiv zu öffnen.
      Wir haben noch keinen einzigen Tresor bei der Öffnung so zerstört, dass er nicht reparabel gewesen wäre! Und falls eine Reparatur nötig ist, wird diese zu 99% sofort vor Ort ausgeführt. Und es ist auch noch keiner zu geblieben!
      Falls jemand ein Gewaltwerkzeug auspackt bei einem Öffnungsauftrag, kann man davon ausgehen dass er der falsche „Fachmann“ ist. Besser sofort wegschicken und jemand anderen suchen. Schneiden zerstört den teuren Schrank, macht viel Schmutz und Gestank. Und ist definitiv nicht notwendig! Meist ist die Rechnung dann sogar noch unverschämt hoch, hat er ja so viel Arbeit damit gehabt, so viele Flexscheiben verbraucht… Der alte Schrank muss abtransportiert und entsorgt werden, ein Neuer gekauft, geliefert und montiert werden, alles Kosten die vermeidbar sind.
      Ich hoffe das beantwortet die Frage ausreichend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Blue Captcha Image
Refresh

*