Tresoröffnung in Moskau

Vor kurzem waren wir für eine Öffnung in Moskau.

Der Flug mit Lufthansa war wie gewohnt unproblematisch und pünktlich. Am Flughafen mussten wir allerdings auf unseren Chauffeur etwas warten. Später sollte sich herausstellen dass es im Moskauer Verkehr wirklich nicht einfach ist eine Ankunftszeit vorauszusehen…

Der nette Fahrer (der leider weder Englisch noch unsere Sprache konnte) brachte uns zum Hotel „Antik“, das eigentlich gar nicht wirklich alt ist. Aber ganz schöne, saubere Zimmer und das Frühstück war ok. Hatten wir schon schlechtere Absteigen. Die Lage ist auch nicht so schlecht, in der Umgebung sind etliche Lokale in Laufreichweite. Nach einem Abendessen ließen wir den 1. Tag ausklingen.

Am 2. Tag holte uns eine Mitarbeiterin des Auftraggebers ab und wir fuhren eine Weile durch die Stadt zum Standort des Tresores.

Dort erwartete uns eine Fehlermeldung, die wir aber durch ein paar Tricks abstellen konnten. Danach kam als Rückmeldung Code falsch. Auf intensivste Rückfragen kam vom Betreiber immer wieder die Aussage dass der Code 100% richtig ist. Daraufhin gab es nur noch eine mögliche Fehlerquelle, unwahrscheinlich aber die letzte Chance bevor man die Bohrmaschine ansetzen hätte müssen. Ich schnitt ein Kabel durch um Kabelbruch im Bus auszuschließen und einen Stecker so kurz wie möglich anzulöten. 10s nachdem das Kabel ab war kam dann der Kunde doch mit neuen eventuell passenden Zahlen um die Ecke…

Nachdem der Stecker mühselig provisorisch wieder verlötet war, funktionierte der neue Code natürlich. Hätte er nicht 10s früher kommen können? Jetzt musste die schwere Türe ausgehängt und das Kabel getauscht werden, es geht durch das Scharnier. Egal, dann muss es eben gemacht werden, Kabel war natürlich im Ersatzteilvorrat. Danach lief alles wieder einwandfrei und wir hatten den ganzen Tag verloren.

Am Abend konnten wir mit der Metro zum roten Platz fahren. Die alte Moskauer Metro ist absolut sehenswert, aussteigen an allen schönen Bahnhöfen ist angesagt. Ist kein Problem, die Züge fahren im 90 Sekunden Takt! Warten gibt es nicht. Aber ein höllisches Gedränge, die U- Bahn befördert täglich ca. 12 Millionen Menschen! Sie war lange Zeit führend mit den Fahrgastzahlen und ist erst kürzlich von Tokyo knapp überholt worden, so weit mir bekannt ist.

Den roten Platz könnte man auch getrost riesigen Platz nennen. Groß und weil gerade keine Touristensaison ist ziemlich leer. Hier drehen wir eine kleine Runde und gehen auch auf dem Rückweg durch die Nobel- Einkaufspassage GUM. Viele große Westmarken sind hier vertreten, sieht ähnlich aus wie alle Malls die ich weltweit schon gesehen habe. Nichts besonderes eben.

Also was essen gehen und zurück zum Hotel.

Am nächsten Tag mit dem Taxi zum Flughafen, wir fahren sehr früh ab, der dichte Verkehr hat uns vorsichtig werden lassen. Und wie erwartet Verkehrschaos, Staus und gefühlte 1000 Baustellen. Normal würde man für die kurze Entfernung ca. 30 min einplanen. Als wir nach 2h immer noch fahren (eher stehen) und der Taxifahrer schon jede noch so kurze Abkürzung über Wohnviertel versucht, wird es langsam eng mit dem Abflug. Nach 2,5h endlich am Ziel, im Laufschritt in die Abfertigungshalle. Der Gepäckschalter will gerade schließen, nimmt aber freundlicherweise unser Gepäck noch an. Lange Schlangen an der Sicherheits und Passkontrolle, ohne Vordrängeln verpassen wir noch den Flieger… dumm, wenn man sich nicht verständigen kann, das weckt Agressionen bei den anderen. Aber schließlich sind wir durch und schaffen es gerade noch.

Trotz des sehr späten Eincheckens ist sogar das Gepäck da, ich hatte schon Bedenken aber alles ist gut.

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U-Bahn Fahrplan, schwierig zu entziffern…

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Am roten Platz, der Klassiker

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Kreml

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Hotel Antik

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